Andrea Schellinger
"...Jetzt, da die Welt nur noch Fremde beherbergt."
Giorgos Seferis (1900-1971)

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"...Jetzt, da die Welt nur noch Fremde beherbergt."
Giorgos Seferis (1900-1971)

Giorgos Seferis, Dichter und Diplomat (1900–1971), erhielt 1963 den Literaturnobelpreis. In den angelsächsischen Ländern seit den 1940er Jahren als Lyriker von Weltrang erkannt, soll ihm nun endlich auch im deutschsprachigen Raum zur gebührenden Geltung verholfen werden. Dafür steht Andrea Schellinger, in Karlsruhe gebürtig, in Athen lebend; seit vielen Jahren widmet sie sich seinem Werk und dessen Nachwirkungen, neben ihren anderen Tätigkeiten als Mitarbeiterin des Athener Goethe-Instituts, als Publizistin, Herausgeberin und Übersetzerin neugriechischer Literatur.

Bereits als Vierzehnjähriger verließ Giorgos Seferis vertraute Orte; wenige Jahre später - im Zusammenhang mit der „Kleinasiatischen Katastrophe“ 1922 – verlor er den geographischen und kulturellen Raum, dem er sich zugehörig fühlte. Diese Entwurzelung, zusammen mit der vom diplomatischen Dienst eingeforderten Dauermobilität, prägten nachhaltig das Bewusstsein existentieller Kontingenz und seine Texte. Als Britenfreund geltend, stand er auf der schwarzen Liste der Nationalsozialisten und war daher 1941 gezwungen, vor der deutschen Besatzung nach Ägypten und später nach Palästina zu flüchten. „Letzter Halt“ vor der Rückkehr ins zerstörte Griechenland war im September 1944 Süditalien, von wo aus er erneut zwischen 1948 und 1962 in der Türkei, in Nahost und in London auf Posten ist.

Wie der vernichtete kulturelle Raum geistig rekonstruiert und integriert wird in eine Identität, die auf die Herausforderungen der Moderne zu antworten versucht, ist Leitmotiv seiner Lyrik. Besonders der aus den drei „Logbüchern“ bestehende Werkteil verweist schon im Titel darauf, dass es sich um dichterisch gestaltete Notizen und Gedanken über eine Fahrt durch eigengesetzliche, schwer beeinflussbare Elemente handelt, „jetzt, da die Welt nur noch Fremde beherbergt“.

Über Seferis spricht und Seferis auf Deutsch liest Andrea Schellinger. Griechische Musik spielt Antonis Antoniadis. Im Anschluss griechisches Buffet

IMPRESSIONEN

"Es war überwältigend! Dank an alle Mitwirkenden und guten Geister!"
Monika Lustig


PRESSESTIMMEN UND ZEITUNGSARTIKEL

Pressestimmen

// Aus den Blickwinkeln des Fremden. / Badische Neuste Nachrichten

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